Fortsetzung Krisenwissen Stromausfall
Teil 3: Was bedeutet Stromausfall für die Ortschaft in der ich lebe und die nächstgrössere Stadt

Eine Ortschaft ist wie ein lebendes Wesen. Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Kommunikation, Beleuchtung, Verkehrsleitsysteme wie Ampeln aber auch die Lüftung und Beleuchtung in Tunnels wird mit Strom angetrieben. Was bedeutet ein Stromausfall für einen Wohnort oder eine grössere Stadt?

Sagen wir, wir haben seit einer Minute keinen Strom, was würde alles nicht mehr funktionieren?

Alle öffentlichen Verkehrsmittel wie U-Bahn, Strassenbahn usw. stehen still, Die Bahn selber könnte vielleicht noch fahren, da sie größtenteils ein eigenes Netz hat, aber die Bahnhöfe sind betroffen. Also ist es bei der Bahn nur eine Frage der Zeit, bis auch sie steht.

Rolltreppe in einer U-Bahn

Die meisten Aufzüge, Rolltreppen, automatischen Türen stehen still. Kassen und Bankomaten funktionieren nicht mehr. Das Mobilfunknetz fängt an auszufallen. Bisher aber nur in kleinen Bereichen. Kabelfernsehen und Internet sind weg, weil all die Verstärker usw ausfallen. Ampelanlagen, Tunnelbelüftungen usw fallen aus. Sollte es Nacht sein, wird es dunkel werden, weil keine Beleuchtung mehr funktioniert. Tiefgaragen haben keine Belüftung mehr, die Ausfahrtsschranken fallen aus, auch ein Großteil deren Beleuchtung ist dunkel. 

Sie können nicht mehr tanken, weil auch alle Tankstellen ausfallen. Sie können nicht mehr einkaufen, weil die Supermärkte ohne Strom schließen müssen und auch die Kassen nicht mehr funktionieren.

Bei allen Notdiensten, sofern sie ohne Internet erreichbar sind, läuten jetzt alle Alarmglocken. Personen müssen aus Aufzügen befreit werden, reihenweise werden Systeme Störmeldungen abgeben, Server und Computer in Firmen und in Büros fallen aus. Krankenhäuser müssen auf Notstrom umstellen, das heißt, alle nicht dringenden Operationen werden abgesagt. Neue Patienten werden nur eingeschränkt aufgenommen oder nur ambulant behandelt.

Die Notrufnummern werden heillos überlastet sein. Polizei und Feuerwehr müssen Leute befreien, den Verkehr Regeln usw.

Die Produktion in vielen Industrieanlagen steht still, insgesamt kommt die Arbeit zum erliegen.

Alles in allem fallen große Teile der Infrastruktur aus, bis auf die wenigen, die Notstromversorgt sind.

Sagen wir wir haben seit einem Tag keinen Strom, was würde alles nicht mehr funktionieren?

Viele Tunnel wären jetzt gesperrt, weil ohne Belüftung einfach kein Durchfahren mehr möglich ist. Die meisten Mobilfunkstationen fallen aus, weil die Batterien leer sind. Grössere Stationen haben Notstromaggregate, aber meist nur für einen Tag Treibstoff.

Gas und Fernwärme sind am Ausfallen, weil die dafür notwendigen Reglerstationen zum größten Teil stromlos sind.

Flugzeug durch Fensterscheibe mit Regen

Flughäfen und Bahnhöfe haben den Betrieb eingestellt. Die Ware in Tiefkühlern und in Kühlregalen in Supermärkten ist aufgetaut und muss entsorgt werden.

Die Notbeleuchtung, die batteriegestützt ist, ist leer. Das bedeutet, daß das bisschen Licht, das in Tiefgaragen, Kellern und öffentlichen Gebäuden noch vorhanden war, seit Stunden weg ist.

Auf den Strassen fängt das Chaos zu herrschen an, weil es nirgends Treibstoff gibt und alle Verkehrssysteme ausgefallen sind, und die Polizei und die Feuerwehr nicht überall den Verkehr regeln können.

An den Bahnhöfen und den Flughäfen sind tausende Menschen gestrandet. Viele Menschen möchten mit dem Auto, mit der Bahn, oder anderen Verkehrsmitteln nach Hause. Aber die Strassen sind verstopft, öffentliche Verkehrsmittel fahren nur noch mit Bussen, und ob und wie sie durchkommen ist fraglich.

Stellen sie sich den Tag vor einem langen Wochenende vor, an dem alle Heimfahren, und kombinieren sie das mit wegen Unfällen gesperrten Strassen, und mit stillstehenden öffentlichen Verkehrsmitteln, und sie können sich vorstellen, was es bedeutet, jetzt von Punkt A nach Punkt B reisen zu müssen.

In den meisten Gebieten fällt die Trinkwasserversorgung aus, weil die dafür notwenigen Reglerstationen und Pumpen Stromlos sind.

Viele Krankenhäuser müssen jetzt überlegen, ob sie noch Patienten aufnehmen, denn ohne Versorgung von außen mit Wasser, Nahrungsmitteln, Treibstoff usw. können sie sie nicht versorgen, weder medizinisch noch mit Nahrung, Wasser und Medikamenten.

Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr sind im Volleinsatz, um all die Leute aus Aufzügen, aus Zügen usw. zu retten, und um den Verkehr zu regeln.

Alles in allem kann man sagen es herrscht Chaos.

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Sagen wir wir haben seit drei Tagen keinen Strom, was würde alles nicht mehr funktionieren?

Die letzen vielleicht noch offenen Geschäfte schließen jetzt mit Sicherheit. Sie können nicht mehr beliefert werden. Auf den Straßen herrscht Chaos. Es gibt keinen Treibstoff mehr. Auch der Polizei und dem Rettungsdiensten geht langsam der Treibstoff aus. Auch das Personal wird immer knapper. Nahezu alle Gebäude und Einrichtungen, die bisher mit Notstrom überleben konnten, fallen aus, weil zum einen meistens nur für 24 - 72 Stunden Treibstoff vor Ort gelagert wurde, und dieser jetzt zu neige geht, und zum anderen Nachlieferungen durch gesperrte Tunnel, verstopfte Strassen usw. nicht mehr stattfinden kann.

Die Kommunikation bricht zusammen und fällt jetzt endgültig aus. Alarmanlagen, Überwachungsanlagen, sei es in Einkaufsläden oder in Industriebetrieben zur Überwachung gefährlicher Stoffe, fallen mangels Strom aus, vielerorts gehen spätestens jetzt die Plünderungen los, da Polizei und Sicherheitsdienste überlastet sind, und Alarmanlagen still stehen.

In ersten Industrieanlagen wird es kritisch. Viele Chemische Produkte müssen auf bestimmten Temperaturen gehalten werden, um stabil zu bleiben. Ohne Kühlung oder Heizung könnte es zu Gasaustritten, Bränden, oder explosiver Verpuffung kommen.

Tunnel die sich unter Grundwasserniveau befinden, laufen voll Wasser, weil die Pumpen, die sie trocken halten, nicht mehr laufen, und die Überwachungsanlagen die bei einem Ausfall Alarm geben, ebenfalls ausfallen.

Die Kläranlagen und die Rückhaltebecken sind voll, weshalb das Abwasser ungeklärt in Flüsse eingeleitet wird bzw. abläuft. In die Flüsse kommen erhebliche Mengen Abwässer und chemische Verunreinigungen.

Da es vielerorts kein Trinkwasser gibt, sind die hygienischen Zustände entsprechend. Keine Dusche, keine Toilette. Den meisten Menschen geht jetzt auch schon der Nahrungsmittelvorrat zur Neige.

Im Winter ist es besonders schlimm, da keine Heizungen mehr funktionieren. In den Wohnungen wird es kalt. Viele Menschen werden alte Öfen und Kamine in Betrieb nehmen. Diese sind oft seit Jahren nicht geprüft worden. Zudem werden die Leute anfangen die Wohnungen abzudichten um weniger Wärme zu verlieren, das Feuer zerrt aber den Sauerstoff auf, nicht wenige werden ersticken oder an Kolenmonxidvergiftungen sterben.

Gebäude, die nur über eine Lüftung mit Luft versorgt werden, moderne Wohngebäude oder Bürogebäude zum Beispiel, müssen jetzt evakuiert werden, gleiches gilt eigentlich für Gebäude in denen die sanitären Einrichtungen nicht mehr funktionieren. Nur wer soll diese Menschen evakuieren, und wohin?

Aber es gibt auch gute Nachrichten, solange nur begrenzte Gebiete betroffen sind, kann man damit rechnen, daß nach 1 bis 5 Tagen Hilfe von außen kommen wird, sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen.

Teil 1: Stromausfall - Was bedeutet das für mich?

Teil 2: Was bedeutet Stromausfall für mich und meine Wohnung

Teil 3: Was bedeutet Stromausfall für die Ortschaft in der ich lebe und die nächstgrössere Stadt

Teil 4: Was bedeutet Stromausfall für ein Bundesland oder Land

Teil 5: Welche Erkenntnisse ziehen wir daraus?


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