Fortsetzung Krisenwissen Stromausfall
Teil 4: Was bedeutet ein Stromausfall für ein größeres Gebiet wie ein Bundesland oder einen ganzes Land?

Sagen wir wir haben seit einer Minute keinen Strom, was würde alles nicht mehr funktionieren?

Im Prinzip gilt das gleiche wie für eine Ortschaft, oder eine grössere Stadt, nur in größerem Umfang. Es sind jetzt nicht ein paar Tausend oder Zehntausend Personen betroffen, denen man vielleicht von ausserhalb helfen muß, sondern Millionen. Behörden und Rettungsdienste werden von der ersten Minute an restlos überfordert sein.

Atomkraftwerk

Kraftwerke im ganzen Land schalten sich automatisch ab, da viele Netze Länderübergreifend verbunden sind. Es ist sehr wahrscheinlich, daß ein Stromausfall in einem Land auch andere Länder beeinträchtigt, oder dort ebenfalls zum Black Out führt. Viele glauben das kann nicht sein, aber Italien erzeugt z.B. nicht genug Strom. Italien kauft immer Strom aus dem Rest Europas ein. Frankreich kauft gerade in den Wintermonaten, aber auch während der heißen Sommermonate, Strom aus Deutschland.

Das Land würde dunkel werden. Sämtliche Beleuchtungen fallen aus. Das Internet ist auch sofort weg, weil viele Netzwerkkomponenten nicht Notstromversorgt sind. Noch wären die Leute nicht verunsichert, und über ein Autoradio oder ein bateriebetriebenes Radio kann man noch Nachrichten hören. Allerdings dürfte in den ersten Minuten gar nicht klar sein, wie groß die Ausfälle sind.

Man kann allgemein sagen, daß das Land anfäng,t runterzufahren. Viele Fertigungsbetriebe stehen still. Viele Industriezweige fallen aus. Noch werden alle denken, daß es eventuell nur Minuten dauert, bis alles wieder läuft, und warten geduldig ab. Aber was wenn der Strom länger nicht mehr kommt?

Sagen wir wir haben seit einem Tag keinen Strom, was würde alles nicht mehr funktionieren?

Das Land stände still. Die meisten noch funktionierenden Industriebetriebe haben ihre Produktion einstellen müssen, weil die Notstromversorgung nur für die wichtigsten Systeme reicht. Alle Flughäfen wären geschlossen. Die meisten Züge ständen still. Die Bahn hat zwar in den meisten Ländern ein eigenes Netz, aber ohne funktionierende Bahnhöfe und mit dem Risiko, daß auch das Bahnnetz ausfallen kann, wird die Bahn stillgelegt und die Züge halten am nächsten Bahnhof.

Hunderttausende Menschen sitzen über das ganze Land verteilt in Bahnhöfen und Flughäfen fest, und es gäbe keine Möglichkeit, sie wegzubringen, weil außer ein paar Bussen keine Verkehrsmittel mehr funktionieren. Und da es auch keine funktionierenden Hotels gibt, kann man sie auch nicht dorthin schicken. Alle batteriegestützten Notbeleuchtungen sind ausgefallen. In den meisten Gebäuden ist damit die letze Lichtquelle weg.

Alle Notrufleitungen sind überlastet, weil fast jeder versucht, verzweifelt zu erfahren, was los ist und versucht Hilfe zu erhalten. Tausende von Menschen sitzen immer noch in Aufzügen, Zügen und U-Bahnen fest.

Die Kommunikation fängt an zusammenzubrechen. Fast alle Sende und Empfangsanlagen für den Mobilfunk fallen aus, weil die Batterien leer sind. Nur größere Sendeeinheiten haben Notstromversorgung.

Alle Supermärkte sind geschlossen. Sie können nirgends mehr bargeldlos bezahlen. Es gibt keinen Treibstoff mehr. Das alles kennen wir von der Ortschaft, nur kann man diesmal nicht einfach ein paar km weiterfahren um dort zu tanken oder einzukaufen. Millionen von Menschen bekommen langsam Panik und fangen an, darüber nachzudenken, wo sie Wasser und Nahrung herbekommen und was sie mit den auftauenden Dingen aus den Tiefkühlern machen sollen.

Die wenigen, die ein batteriebetriebenes Radio haben, werden langsam aber sicher erfahren, wie groß die Ausfälle sind, und werden nur hören, daß an den Problemen gearbeitet wird. Langsam aber sicher wird den meisten Menschen klar werden, daß ein Landesweiter Stromausfall nicht schnell behoben sein wird.

Der Stromausfall dauert jetzt schon 3 Tage, was tut sich im Land?

Gelinde gesagt herrscht Chaos. Die allermeisten Gebiet haben kein Trinkwasser, es gibt keine Nahrungsmittel zu kaufen und keinen Treibstoff. Die meisten Notstromaggregate sind mittlerweile durch defekte oder Treibstoffmangel ausgefallen. Viele Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen stehen endgültig still.

Intensivstation

Zwar können Krankenhäuser mit externen Generatoren ebenfalls versorgt werden, diese müssen aber erst mal hintransportiert werden und benötigen ebenfalls Treibstoff, der nur noch in sehr begrenzten Mengen vorhanden ist. Kraftwerke die auf Kühlung angewiesen sind, wie z.B. Atomkraftwerke, aber auch viele Industriebetriebe die ihre Chemischen Grundstoffe kühlen müssen, stehen vor dem Problem, daß sie diese Kühlung nicht mehr aufrechterhalten können. Dadurch drohen Kernschmelzen und Explosionen.

Die Allermeisten Rückhaltebecken für die Kanalisation sind jetzt voll. Das Abwasser wird ab jetzt oder in den nächsten 1 bis 2 Tagen in Flüsse und Seen abgeleitet. Fischsterben und verseuchtes Wasser sind die Folge.

Tunnel die unter dem Grundwasserspiegel liegen, fangen an vollzulaufen. Gebiete in den Niederlanden oder in Deutschland, die ebenfalls unter dem Grundwasserspiegel liegen, fangen ebenfalls an unterzugehen. Städte an den Küsten, die Fluttore haben, die bei Flut das Wasser zurückhalten, können diese eventuell nicht öffnen, die Flüsse stauen sich zurück, es kommt zu Überflutungen.

Warneinrichtungen wie Sirenen funktionieren nicht mehr.

Sirenen

Die letzen Kommunikationsmöglichkeiten fallen aus, weil den letzen Sendern der Treibstoff ausgeht. Ab jetzt gibt es erst mal keine Nachrichten mehr. Es wird zwar daran gearbeitet, das Stromnetz wiederherzustellen, aber es wird unter Umständen Wochen dauern, bis alle wieder Strom haben, da man das Netz nur in kleinen Abschnitten wieder hochfahren kann, und es unter Umständen schon mehrere Tage dauern kann bis alle Hochspannungsleitungen wieder Betriebsbereit sind.

Zudem dauert es Stunden bis Tage bis grössere Kraftwerke wieder hochgefahren sind. Kraftwerke benötigen zuerst Strom aus dem öffentlichen Netz, damit all die Geräte und Systeme laufen, die zum hochfahren notwendig sind.

Es wird landesweit Plünderungen in Supermärkten und Geschäften geben, um an Nahrungsmittel, Wasser oder an Tauschmittel wie Schmuck, Zigaretten oder ähnliches zu kommen. Viele Menschen die auf Medikamente angewiesen sind, können diese nicht mehr bekommen, weil die ganze Lieferkette zusammengebrochen ist.

Es wird leider viele Menschen geben, die sterben, weil sie z.B. nicht aus den Aufzügen befreit wurden, weil sie ohne Strom die notwendigen medizinischen Geräte nicht betreiben konnten, weil sie alleine leben und kein Trinkwasser mehr haben.

Immer noch sitzen Hunderttausende an Bahnhöfen und Flughäfen fest, weil sie nicht wegkönnen. Sie können dort aber auch nicht mehr versorgt werden. Die wenigen Automaten die Nahrungsmittel oder Getränke enthalten, sind längst leer.

An vielen Stellen wird es unkontrolliert brennen, weil Menschen versuchen mit Feuer Nahrung zuzubereiten oder zu Heizen, falls es klalt ist. Ohne ausreichende Wasserversorgung wird aber kaum jemand diese Brände löschen. Die Feuerwehr ist auch überlastet. Schlimmstenfalls breiten sich diese Brände im städtischen Bereich unkontrolliert aus.

Wie es weitergeht? Niemand weiß es wirklich, aber es kann bis zu zwei Wochen oder länger dauern, um in einem Land wie Deutschland wieder überall Strom hinzuleiten. Bis dahin ist soviel zerstört, daß es wahrscheinlich Monate bis Jahre dauert, die Schäden zu beheben.

Teil 1: Stromausfall - Was bedeutet das für mich?

Teil 2: Was bedeutet Stromausfall für mich und meine Wohnung

Teil 3: Was bedeutet Stromausfall für die Ortschaft in der ich lebe und die nächstgrössere Stadt

Teil 4: Was bedeutet Stromausfall für ein Bundesland oder Land

Teil 5: Welche Erkenntnisse ziehen wir daraus?


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