Die Pflicht zum Fallenstellen – Ein anderer Gesichtspunkt des Fallenstellens

Gift

Unser natürliches Ökosystem ist dermaßen aus dem Gleichgewicht geraten, dass der Mensch in großem Maße in die Regulierung eingreifen muss. Den meisten Menschen bleibt das verborgen, aber betroffen sind wir alle.

Zum weltweit größten Problem sind Nagetiere geworden. Durch das Fehlen der Feinde, vermehren sich Nagetiere sehr schnell und bringen Probleme unterschiedlichster Art. Sie sind die größten Lebensmittelschädlinge in der Landwirtschaft, richten Schäden an der Infrastruktur an und übertragen Krankheiten, um nur einige zu nennen.

Ratten können sich unter günstigen Bedingungen bis zu 12 Mal pro Jahr vermehren und können in zwei bis drei Monaten geschlechtsreif sein. In Gebieten, in denen die natürlichen Feinde fehlen, werden Ratten sehr schnell zu einem unlösbaren Problem. Aber auch in Gebieten mit natürlichen Feinden werden Ratten zur Plage, wenn überhöhtes Futterangebot besteht.

Da Ratten sehr intelligente Tiere sind, sind sie auch schwer mit Fallen zu fangen. Deshalb hat sich der Einsatz von Rattengift durchgesetzt. Dabei stirbt das Tier langsam an inneren Blutungen. Der Tot setzt zwischen 48 Stunden und 7 Tagen ein. Deshalb können andere Artgenossen auch keine Rückschlüsse auf die Todesursache führen, was zum Beispiel bei Fallen zutrifft. Ratten lernen schnell.

Industrielle Nagetierfalle

Der Markt an Rodentiziden ist ein Milliardenmarkt und das lässt dann auch schon auf die Menge an Gift schließen, die täglich in die Umwelt geht. Neben dem qualvollen Tod, den die Tiere erleiden müssen, gibt es aber auch noch andere Probleme. Sekundärvergiftungen treten durch den Verzehr von vergifteten Ratten auf und dadurch werden auch andere Tiere in Mitleidenschaft gezogen. Und das Rattengift löst sich ja auch nach dem Verzehr nicht einfach so auf. Es kommt in den natürlichen Kreislauf und es kann zu Tertiärschäden kommen.

Chemisches Vernichtungsmittel

Niemand kann noch abschätzen, was die hohe Konzentration an Chemiemüll, den wir täglich in die Umwelt ablassen, für Konsequenzen hat.

In Deutschland sind Landwirte aber vom Gesetz her verpflichtet, gegen die Rattenplage vorzugehen und das geschieht ausnamslos mit Gift. In Niedersachsen und Hamburg ist sogar jeder Bürger verpflichtet (Quelle Wikipedia) gegen Ratten vorzugehen.

Hier stellt sich mir die Frage, ob Fallen nicht besser sind und ob wir nicht die Pflicht haben, Fallen zu stellen? Der Tod tritt sofort ein und es wird keine Chemie in die Umwelt abgeleitet.

In unseren modernen Städten ist das Problem gut versteckt und kaum jemand bekommt etwas davon mit. Wer in anderen Gebieten der Welt lebt, ist möglicherweise direkter davon betroffen.

In Neuseeland haben wir eine größere Art, das Opossum, das das Land, und vor allem auch die Tierwelt bedroht. Diese Baumratte wird so groß wie eine Katze und hat das ganze Land vereinnahmt. Unter guten Bedingungen leben 25 Tiere auf einem Hektar. Auf dem Grundstück auf dem wir leben (40 ha) leben demnach an die 1.000 Tiere. Kein Wunder, dass wir über Monate hinweg täglich 1 bis 2 Tiere in der Falle haben.

Aber zu wenige Menschen widmen sich intensiv genug dem Fallenstellen. Deshalb wird auch in großem Maße mit Gift gearbeitet, welches auch vom Flugzeug aus in die Wildnis geworfen wird. Das dabei auch andere Tiere sterben, wird in Kauf genommen, obwohl es genau um deren Schutz geht. Aus Erfahrung weiß ich, was möglich wäre, wenn wir Fallen intensiv und Artgerecht einsetzen würden. Unsere Fangquote ist extrem gut. Unsere Nachbarn fangen nur 5 % von dem, was wir fangen. (Mit der gleichen Anzahl an Fallen) Deshalb haben wir in unserem Seminar den Untertitel 60 % höhere Fangquote gewählt.

Wenn die natürlichen Feinde fehlen, und das Nahrungsangebot dermaßen hoch ist, kann das Gleichgewicht auf natürliche Art und Weise nicht mehr hergestellt werden. Und egal, ob Sie das befürworten, kritisieren, oder ob es Ihnen egal ist, Sie sind immer Opfer und Täter, auch wenn Sie nichts unternehmen und wegschauen.

Vorher/Nachher Before: Damage to native fuchsia from possums in the Manawatu-Wanganui region. After

Wenn wir kein Gift mehr einsetzten würden, würden wir sehr rasch wieder im Mittelalter landen. Wenn wir Gift einsetzen, dauert es etwas länger. Ich konnte es zuerst auch nicht glauben, aber wenn deine gesamte Ernte in einer Nacht vernichtet ist, und dazu auch noch die Bäume und Sträucher dermaßen geschädigt sind, dass es mehrere Jahre dauert, bis sie wieder gut Früchte tragen, dann wird das sehr schnell klar.

Aber einer Supermarktkultur bleibt das zumeist verborgen. Dort liegt ja immer alles schön eingepackt herum. Die Probleme dürfen dort nicht sichtbar sein. Und die Maßnahmen, die man einsetzen muss, damit wir unsere schön verpackte Nahrung bekommen, die wissen wir lieber nicht. Sonst würde uns gleich der Appetit vergehen.

Das ist ein Aspekt im Fallenstellen, der mir erst klar geworden ist, als ich selbst Opfer der Überzahl an Nagern geworden bin, und ein Bekannter Zahlen über Giftabwürfe in der Wildnis genannt hat. Die alten Pelztierjäger sterben aus, das ist auch gut so, aber die neuen Fallensteller sollten wieder zunehmen. Ihre Aufgabe besteht darin, als Beschützer und Bewahrer die Erde im Gleichgewicht zu halten.

Benedikt Laussner gibt einen Kurs zum Thema Fallenstellen und dort können sie die Grundlagen des Fallenstellens auch selbst lernen.

Nächstes Seminar - Fallenbau

Wie Sie eine Fangquote von über 60 % erreichen

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