Survival beginnt im Kopf

Survival beginnt im Kopf

Das Merkmal JEDER Survival Situation besteht darin, dass man völlig die Kontrolle verliert, hilflos und überfordert ist.

In diesem Zustand werden selten gute Entscheidungen getroffen. In den meisten Fällen beruht die Entscheidung auf Angst. Angst ist aber im Survival kein guter Berater.Und im Grunde unterscheidet sich da der Alltag auch wenig vom Survival in der Wildnis.

Das Phänomen tritt immer dann auf, wenn wir aus unserer Komfortzone gestoßen werden, oder auch bei jeder Situation, die nicht normal, bzw. wie für uns gewohnt, abläuft. Da gibt es keine Ausnahmen. Und wenn das passiert, übernimmt unser Reptiliengehirn das Kommando.

Das ist der älteste Teil des Gehirns, der viele Funktionen unseres Körpers automatisch regelt. Das ist auch gut so. Aber im Fall der Überforderung kommt auch automatisch das Schutzprogramm Flucht oder Kampf zum Einsatz. Es hindert uns, klar über die Situation nachzudenken und Schlüsse zu ziehen. Bei zu heftiger Überforderung endet es sogar mit Ohnmacht und völliger Unbeweglichkeit.

Die gute Nachricht ist, dass wir die Zeitspanne, in der wir uns im Reptiliengehirn befinden, erheblich abkürzen können. Das kann man trainieren.

Als Survival Situation bezeichnet man im Allgemeinen eine Situation, bei der wir hilflos sind, und GLAUBEN, dass wir in Gefahr sind.

Survival beginnt im Kopf

Versetzte dich einmal ganz kurz in folgende Lage:

Du bist im Urwald. Es ist drückend schwül. Tausende Moskitos umschwirren dich. Es regnet. Deine Kleider kleben auf deiner Haut. Es ist kalt. Du zitterst. Du hast keine Möglichkeit aus dem Urwald zu kommen. Du weißt nicht, wann dich jemand finden wird. Vielleicht Morgen, in Tagen, oder erst in Wochen. Du hast keine Ausrüstung dabei und du spürst, wie deine Kräfte langsam schwinden.

Fühlst du dich damit überfordert? Wenn ja, dann ist das für dich eine Survival Situation. Für andere kann das immer noch in der Komfortzone liegen. Wenn du weißt, wie du selbst im Regen ein warmes Biwak baust und ein Feuer entzündest, ist es halb so schlimm.

Fazit: Eine Survival Situation ist relativ. Sie ist subjektiv und hängt vom jeweiligen Menschen ab, seinen Denkmustern, Erfahrungen, seiner Grundstimmung und vielen anderen Faktoren. Aber im erster Linie ist es die Art und Weise, wie du denkst.

Die größte Lüge im Survival

Wenn sich alles nur auf einer rein physischen Ebene der Fertigkeiten abspielen würde, wäre es einfach. Aber die Statistiken zeigen etwas anderes.

Über 75 % der Personen, die nach ihrer Rettung gestorben sind, hatten keine ernsthaften physischen Beeinträchtigungen.

Sterberate geretteter Personen

Sterberate geretteter Personen

Wie geht das denn? Ist das alles Lüge?

Nein, Psychologen haben das Problem untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass unser Denken unseren Körper dermaßen beeinflussen kann, dass es egal ist, wie die Umstände sind. Dein Körper folgt deinen Gedanken. Im Extremfall kannst du sogar bei angenehmen Temperaturen erfrieren, wenn du dir das einredest und daran glaubst.

Dazu gibt es mittlerweile viele Studien und wissenschaftliche Beweise. Unter dem Stichwort Resilienz findest du mittlerweile eine endlose Auswahl an Büchern.

Das bedeutet, dass nicht unbedingt deine physischen Fertigkeiten entscheidend für dein Überleben sind. Es gibt viele Menschen, die hatten Feuerzeug, Schlafsack, Isomatte und Kocher dabei. Und trotzdem sind sie gestorben.

Zwischen dem Beherrschen von Fertigkeiten, oder dem Besitz von Ausrüstung und dem Anwenden von Fertigkeiten liegt der entscheidende Moment. Und das ist:

Wie wir denken

Die Grundeinstellung im Survival Denken

Ich unterscheide hier zwischen zwei wichtigen Faktoren:

1. Deine Grundeinstellung 2. Dein strategisches Denken

Das sind zwei Faktoren, die ich so ziemlich in jedem Survivalbuch vermisse. Die meisten Autoren beschränken sich auf die Hardskills, also Fertigkeiten wie Feuer machen, kochen, Bogenbau usw.. Aber Tatsache ist: wenn deine Survival Grundeinstellung mangelhaft ist, helfen dir deine Hardskills in keiner Weise.

Eine positive Grundeinstellung ist die Voraussetzung, dass du in einer Survival Situation überhaupt rational denken kannst.

1. Deine Grundeinstellung

Zunächst einmal solltest du deine Grundeinstellung überprüfen. Dazu habe ich dir hier ein kleines Video von einer Freundin reingestellt. Sie ist leider zu früh von uns gegangen, aber schau dir das Video unbedingt an, bevor du weiter liest und überprüfe bei der Gelegenheit gleich deine Grundeinstellung.

Aus einem Vortrag von Vera F. Birkenbihl

Und, wie bist du gestrickt? Egal, ob du jetzt absolut negativ abgeschnitten hast, oder die Welt voller Chancen ist, du kannst dich immer steigern.

Ja, man kann das trainieren. Und du wirst sehen, dass du nach kurzer Zeit schon ein völlig neues Leben haben wirst. Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie du täglich trainieren kannst:

Wie Du Deine Grundeinstellung trainierst

Hier kannst Du das PDF herunterladen und als Poster aufhängen: Hier PDF herunterladen

2. Dein strategisches Denken

Auch strategisches Denken kann man trainieren. Unser Leben ist voll von Strategien und jeder Mensch wendet Strategien in jedem Moment seines Lebens an. Meistens geschieht das unbewusst. Das hilflose Kleinkind hat die Strategie, dass es weint, wenn es Hunger hat, um gefüttert zu werden. Der Teenager färbt sich die Haare, lässt sich Tätowieren, oder lässt sich Piercings stechen, damit er gesehen wird. Oder im positiven Sinn macht er mit Auszeichnung seinen Abschluss, oder ist Mitglied im Golfclub und ehrenamtlicher Mitarbeiter in 3 Hilfsorganisationen, um gesehen zu werden, oder bessere Jobchancen zu bekommen. Der Businessmann trägt eine Krawatte, fährt ein repräsentatives Auto und so weiter, damit er respektiert wird. Jeder folgt einer Strategie, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Alltagssurvival und Wildnissurvival unterscheiden sich da nicht groß. Was man wissen sollte, ist, dass sich nicht jede Strategie immer eignet. Die Kleinkindstrategie funtkioniert auf Führungsebene in Großkonzernen weniger gut. Du musst dir also eine PASSENDE Strategie wählen.

Wie lernt man die beste Strategie?

Das einfachste ist, bei erfolgreichen Vorbildern abzuschauen. Wenn du dann deine eigene Erfahrung dazu gemacht hast, hast du die Bestätigung und dein Strategiearsenal ausgebaut.

Eine Strategie ist ein genauer Plan für die Handlungen, die notwendig sind, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wenn Du am ersten Tag in einer Survival Situation viele Techniken beherrschst, heißt das nicht unbedingt, dass du überlebst. Du musst die richtigen Handlungen in der richtigen Reihenfolge ausführen, damit du überlebst. Und was für den ersten Tag im Survival Gültigkeit hat, gilt auch für das langfristige Überleben.

Am besten orientierst du dich bei Jäger und Sammlern. Unsere Vorfahren wußten genau, wie sie überleben. Grundsätzlich ändert sich die Strategie unter anderem durch verschiedene Einflüsse wie die vorherrschende Qualität und Quantität der Ressourcen, dem Klima, der Jahreszeit und dem Wetter.

Mein Tipp: Schaue von den besten Vorbildern ab und bringe die Strategie auf den Prüfstand.

Im Survival brauchst du eine Grundstrategie. Das sind die Fertigkeiten, Techniken und Abläufe, die am ersten Tag wichtig sind. Wir haben dazu übrigens auch ein eigenes Training entwickelt:

Survival Online Videolehrgang

Die 2 wichtigsten Schritte in einer Survival Situation

Damit haben wir einmal ganz kurz die 2 wichtigsten Schritte im Survival angesprochen. Auch wenn du glaubst, dass du das alles unter Kontrolle hast, wird es dennoch wieder akut, sobald du deine Komfortzone oder Basislinie verlässt. Wir können unsere Grenzen endlos erweitern. Wenn du wieder aus der deiner Komfortzone gehst, oder gestoßen wirst, dann brauchst du genau 2 Dinge:

1. Die richtige Grundeinstellung mit einer positiven Ausrichtung

2. Die richtige Survival Strategie

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